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Automatisiertes Fahren schreitet weiter voran

15.02.2017

„Selbstfahrende Autos werden unser Vorankommen in den nächsten Jahren komplett verändern. Der größte Vorteil ist, dass sie mehr Sicherheit auf unsere Straßen bringen werden. Neun von zehn Unfällen im Straßenverkehr haben ihre Ursache beim Menschen. Das kann Übermüdung sein oder auch Unachtsamkeit. Fehler, die dann leider passieren, können in Zukunft vermieden werden, wenn das Auto selbst die Spur hält, selbst lenkt und bremst. Darum unterstützen wir heimische Unternehmen bei der Entwicklung selbstfahrender Autos.“ Statement von Minister Jörg Leichtfried

Mit der Präsentation des Aktionsplans „Automatisiertes Fahren“ des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) im Juni 2016 ist der Startschuss für die zukünftige Implementierung und Nutzung automatisierter Fahrzeuge gefallen. Als einer der ersten Schritte wurde die Kontaktstelle „Automatisiertes Fahren“ bei der AustriaTech eingerichtet, hier werden alle potenziellen Einreicher bei Fragen zu Anforderungen und Inhalt unterstützt.

Schon im Jahr 2016 wurden Tests mit automatisierten Fahrzeugen durchgeführt, wie zum Beispiel die Kleinbusse in Salzburg Stadt. Mit 2017 kann jetzt auch auf Autobahn getestet werden, die ASFINAG ist hierfür der Partner. Die Teststrecke befindet sich auf der A2-Südautobahn auf zwei Abschnitten: Der erste Abschnitt liegt zwischen der Anschlussstelle Laßnitzhöhe und dem Knoten Graz-Ost. Der zweite ist definiert vom Knoten Graz-Ost bis Graz-West.

Ende 2016 wurden die technologischen Vorbereitungen für den ersten Abschnitt von der ASFINAG abgeschlossen. Neben der bestehenden Basis-Infrastruktur (Glasfasernetzwerk, Verkehrsdaten- und Umfelddaten-Sensorik für Daten von Wetter oder Niederschlag, Infrastruktur der Informations- und Kommunikationstechnologie) wurde der Testabschnitt mit zusätzlichen hochauflösenden HD-Videokameras aufgerüstet, damit die Verkehrsmanagementzentrale der ASFINAG die Verkehrslage immer überblicken kann. Um die Voraussetzung für die direkte Kommunikation mit den Fahrzeugen zu schaffen, werden im zweiten Halbjahr 2017 die Schnittstellen zur Einbindung in die Verkehrsmanagement-Zentrale von der ASFINAG ausgebaut. Ziel der Teststrecke ist das Zusammenspiel von autonomen und personen-gesteuerten Fahrzeugen zu analysieren. Die Erkenntnisse sollen helfen das gemeinsame Fahrverhalten zu verstehen und das autonome Fahren zu verbessern, um der Implementierung einen Schritt näherzukommen. Zusätzlich stellt das bmvit mehr als 20 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung zur Verfügung, um die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens noch intensiver voranzutreiben.

Factsheet „Automatisiertes Fahren“