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Drittes CROCODILE 2 Meeting

01.12.2016

Die Verfügbarkeit von sowohl statischen als auch dynamischen Verkehrsdaten hat sich seit dem Start von CROCODILE im Jahr 2013 konstant verbessert. Die Arbeit mit den Datenkategorien, die in den delegierten Rechtsakten zu sicherheitsrelevanten Daten und Echtzeitdaten definiert wurden, offenbarte an manchen Stellen aber immer noch Unklarheiten. Ziel des Workshops war es deshalb, vermehrt Klarheit die konkreten Anwendungsfälle innerhalb der jeweiligen Kategorien zu erlangen, um in weiterer Folge Standards definieren zu können und die Harmonisierung weiter voran zu treiben. Daher haben Straßenbetreiber über die nächsten Schritte im Hinblick auf die Umsetzung der IVS-Richtlinie und ihrer delegierten Rechtsakte zu Trans-European road network (TERN) besprochen.

Die hohe Zahl von 35 TeilnehmerInnen aus zehn Mitgliedstaaten unterstreicht die Wichtigkeit des Themas wie auch das Commitment der PartnerInnen. Obwohl der Fokus zunehmend auf die EndnutzerInnen gelegt wird, sind die Rollen der ErzeugerInnen, EigentümerInnen und VerarbeiterInnen von Verkehrsdaten im Rahmen einer gesamtheitlichen Darstellung ebenso ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette. Bei Unfällen und Verkehrsstörungen etwa sind für die NutzerInnen die individuellen Auswirkungen von Interesse. Deren Darstellung bedingt ein komplexes Zusammenspiel zahlreicher Stakeholder, besonders auf Straßen mit vielen Knotenpunkten oder wenn mehrere Infrastrukturbetreiber und Serviceanbieter involviert sind. Eine angemessene Reflexion des „Levels of Service“ hört aber nicht bei bloßer Verkehrsinformation auf, sondern beinhaltet z.B. auch die dynamische Anpassung von Mautgebühren für den Fall, dass Straßenabschnitte unpassierbar sind.

Um zuverlässige Services anbieten zu können, muss eine belastbare Basis von statischen Daten vorhanden sein (wie auch von den delegierten Rechtsakten gefordert). Dazu zählen etwa spurgenaue Daten von Autobahnen oder die Steigungen bestimmter Straßenabschnitte, die besonders für LKW-FahrerInnen von Interesse sind. Viele statische Daten sind prinzipiell vorhanden, allerdings oft in verschiedenen Datenbanken und nach unterschiedlichen Standards modelliert. Das unterstreicht einmal mehr die notwendige Arbeit auf organisatorischer Ebene, um die vorhandene Technologie besser nutzen und umfassende Services von einheitlich hoher Qualität anbieten zu können. Die Arbeiten im Zuge von CROCODILE zeigten bereits signifikante Auswirkungen und Verbesserungen in dieser Hinsicht. Mit dem offensichtlich starken Commitment der Stakeholder werden die Bemühungen weiter vorangetrieben.