EDITS: Grenzüberschreitende Reiseinformationen

14.03.2013

Fünf europäische Länder arbeiten an grenzüberschreitenden
Reiseinformationsdiensten

Das Projekt EDITS (European Digital Traffic Infrastructure Network for Intelligent Transport Systems) beschäftigt sich mit interoperablen und multimodalen Informationsdiensten für Reisende. Es basiert auf einer harmonisierten Plattform für Daten- und Informationsaustausch und zielt darauf ab, die Mobilität mitteleuropäischer BürgerInnen zu verbessern und zu unterstützen.

EDITS wird im Rahmen des CENTRAL EUROPE-Programms umgesetzt, welches vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird. Das Projektteam besteht aus 13 Partnern aus fünf europäischen Ländern (Österreich, Tschechien, Ungarn, Italien und die Slowakei) und wird koordiniert von AustriaTech, einer Tochtergesellschaft des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Das Kick-Off-Meeting fand am 4. Oktober 2012 in Wien statt. Die Projektlaufzeit beträgt 30 Monate (bis Dezember 2014), das Gesamtbudget beläuft sich auf € 2,42 Millionen.

Schnittstellen über die Landesgrenzen hinaus schaffen

EDITS strebt die Erarbeitung verbesserter Verkehrsinformation für Reisende und ein effizienteres Management bei der Nutzung vorhandener Verkehrsinfrastruktur an. Um diese Ziele zu erreichen, werden einerseits in den teilnehmenden Ländern bestehende Verkehrsinformationsdienste und Lösungen für Verkehrsmanagement überarbeitet und verbessert und andererseits neue entwickelt. Im Zentrum stehen die Schaffung einer speziellen EDITS-Graphenintegrationsplattform (EDITS-GIP) und einer abgestimmten EDITS-GIP-Schnittstelle, die den Austausch verkehrsbezogener Daten zwischen den einzelnen Regionen ermöglicht. Wichtig dabei ist, dass unterschiedliche Verkehrsmodi und Regionen miteinbezogen werden.

Die Projektpartner stellen sich der Herausforderung, Reisende mit multimodaler und zuverlässiger Verkehrsinformation zur versorgen, um auf diese Weise bekannte Probleme wie etwa Überlastung und Engpässe im Grenzbereich zu bewältigen. Weiters gilt es, multimodale Transportketten zu fördern, den grenzüberschreitenden Informationsaustausch zu unterstützen und die Lücken zwischen nationalen und regionalen Systemen zu füllen. Die Bereitstellung dieser Services in hoher Qualität soll das Mobilitätsverhalten und Mobilitätsentscheidungen jedes einzelnen positiv beeinflussen.

Internationales Interesse an grenzüberschreitenden Lösungsansätzen

Die Inhalte von EDITS waren auch Thema des 19. ITS Weltkongresses, der von 22. bis 26. Oktober 2012 in Wien stattfand. Bei einer Special Interest Session diskutierten EDITS-Partner gemeinsam mit internationalen ExpertInnen nationale und regionale Ansätze für die Bereitstellung und den Austausch öffentlicher Daten für digitale Karten, um so Verkehrsinformationsdienste zu verbessern.

Das Projekt EDITS wurde bereits im Aktionsplan der Europäischen Donauraumstrategie (Mitteilung der Europäischen Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen SEC (2010) 1489 final) berücksichtigt. Als eine der Schlüsselaktionen wurde die Umsetzung multimodaler Dienste festgelegt. EDITS will in diesem Zusammenhang als Vorzeigeinitiative für verbesserte Verkehrsinformation für Reisende und effizientere, grenzüberschreitende Verkehrsinfrastrukturnutzung auftreten.

Kontakt für mehr Informationen:

Martin Böhm | martin.boehm(at)austriatech.at

Ana Sinkovic | sinkovic(at)cei.int