Urban LifeCycle Project gewinnt Urban Innovators Challenge

26.08.2014

Am Abend des 22. August 2014 fand in Alpbach die finale Präsentation der Urban Innovators Challenge statt. Zum einen traten die drei finalen Teams des Creators-Tracks im Wettbewerb gegeneinander an, um sich den Hauptpreis – eine Reise zu einem Innovationhub mit einmonatigem Aufenthalt in einem Co-Working Space – zu sichern. Überzeugt hat die Experten-Jury die Idee des Urban LifeCycle Projects, die ein innovatives  E-Leichtfahrzeug konzipierten. Zum anderen präsentierte die Asfinag Mautservice GmbH die Ergebnisse ihrer Challenge aus dem Innovators-Track, wobei das Bedienkonzept der Asfinag GO-Mautboxen optimiert werden sollte.

Für die Initiatoren bmvit und AustriaTech standen die Jungunternehmer im Vordergrund der Challenge: „Alpbach ist der ideale Ort, um ExpertInnen aus Industrie und Wirtschaft mit Start-Ups zu vernetzen“, unterstreicht Mag.a Karin Tausz, Leiterin Innovation & E-Mobilität bei AustriaTech. „Wir wollen Innovation von und zwischen Start-Ups und etablierten Wirtschaftsunternehmen auf verschiedenen Ebenen fördern. Mit dieser Challenge wurde für österreichische Jungunternehmern ein ganzheitliches Start-Paket geschnürt.“ Die Teams der Urban Innovators Challenge wurden vor drei Monaten ausgewählt, im Anschluss durften sie ein Accelerator-Programm im Coworking-Space von sektor5 durchlaufen. Durch Mentoring, Trainings, Networking und Investoren-Treffen wurden die Businessmodelle weiter ausgearbeitet und geschärft. Bei der Präsentation bei den Technologiegesprächen stellten sich die Start-Ups den kritischen Fragen der Jury und der rund 200 ZuhörerInnen. Im Wettbewerb standen drei Geschäftsideen: MIJU Community – die Plattform für soziale Dienstleistungen ist eine App, die ältere Menschen, die nach Unterstützung bei alltäglichen kleinen Arbeiten suchen, mit jungen Menschen, die in ihrer Freizeit etwas dazu verdienen wollen, zusammenbringt. An einem neuartigen E-Lastenfahrzeug arbeitet Urban LifeCycle Project, das mit besonders großem Ladevolumen, erhöhter Sicherheit und Stabilität durch eine patentierte Neigetechnik punktete. Das dritte Team We do App GmbH präsentierte WeTaxi, eine App für revolutionäres Taxi-Sharing im ländlichen Raum, die sich damit den Herausforderungen von hohen Fahrtkosten und Verkehrssicherheit stellt.

Ein Monat Co-Working in den USA für das Gewinnerteam von Urban LifeCycle Project

Die drei Teams wurden während des Accelerator-Programms von AustriaTech begleitet. Die Fortschritte während dieser drei Monate, ein Business-Modell-Konzept und die Live-Präsentation in Alpbach bildeten die Entscheidungsgrundlagen für die Experten-Jury, um den Sieger zu wählen. Die Jury bestand aus MMag. Philip Marxgut, OSTA in Washington D.C., Prof. Anton Falkeis, Universität für Angewandte Kunst und Dr. Tom Kirschbaum, CFO Door2Door GmbH. Nach eingehender Beratung wurde Urban LifeCycle Project einstimmig zum Gewinner gewählt. Das dreirädrige Elektroleichtfahrzeug von Dipl.-Ing. Mario Eibl und Mag.Des.ind. Oskar v. Hanstein überzeugte durch ihren Ansatz, den Erhalt und Ausbau der Lebensqualität in Städten durch neue Mobilitätskonzepte zu bewahren und das ausgereifte Business- und Marketingkonzept ihres Produkts. V. Hanstein betont: „Für uns ist die Stadt ein großartiger Lebensraum, der unendliche Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung bietet. Wir wollen Menschen, Unternehmen und Organisationen neue Tools in die Hand geben, mit denen sie aktiv ihren Alltag vereinfachen und umgestalten können.” Das Elektroleichtfahrzeug bietet folgende Vorteile:

Die patentierte Kurvenneigetechnologie erlaubt sportliches Fahren bei gleichzeitiger höchster Sicherheit. Mehr Sicherheit für FahrerInnen und Ladung ist gerade unter widrigen Wetterbedingungen besonders wichtig.
Personen und Güter schneller von A nach B transportieren, durch schmale Spurweite und Fahrzeugklasse L2e.
Umweltfreundliche (Elektro-)Mobilität für eine Verbesserung der Luftqualität und weniger Lärm.
Bei Stau einfach auf Fahrradwege ausweichen und Zeit sparen.
Dank kleiner Grundfläche überall beschwerdefrei parken.
Verwendung von Techniken aus dem Automobilbau mit dem Ziel, höchste Verarbeitungsqualität und Sicherheit zu gewährleisten.
Großes Ladevolumen (300 Liter) bietet sowohl für Unternehmen wie Privatpersonen ausreichend Platz, um Ihren Alltag leichter zu gestalten.

„Es ist Zeit, dass sich das Mobilitätsangebot den Anforderungen der StadtbewohnerInnen des 21. Jahrhunderts anpasst. Hierfür gestalten wir neue nachhaltige Fahrzeuge und Services, die begeistern.“, so Eibl. Weitere Informationen sind unter www.urbanlifecycleproject.com abrufbar.

Zusätzlich zur Jurywertung konnte auch das Publikum über die beste Präsentation und die überzeugendste Idee abstimmen. Dieses Voting konnte weTaxi für sich entscheiden. Auch die Präsentation der zweiten Aufgabe zeigte einen innovativen Web eines österreichischen Unternehmens: die Asfinag Mautsservice GmbH rief in ihrer Ausschreibung dazu auf, ein innovatives Bedienkonzept für LKW-Maut-Automaten zu erarbeiten. Bernhard Neuwirth MA MSC, widmete sich in den drei Monaten der Frage, wie entwickelte man ein unauffälliges Design, welche unterschiedliche Benutzergruppen gleich gut berücksichtigt. Im Mittelpunkt standen für Neuwirth immer der Mensch und die Herausforderung zu vermittelnden Logik und grafischen Kommunikation.

Die Urban Innovators Challenge ist eine Initiative des bmvit und der AustriaTech, in Partnerschaft mit dem Austrian Institute of Technology, ASFINAG Mautservice GmbH, Ö1, sektor5 und den Wiener Stadtwerken. Weitere Details zum Wettbewerb und zur Einreichung hier.

Weitere Projektinformationen:

weTaxi

weTaxi ist die erste Taxi-Sharing App in Österreich. Sie richtet sich speziell an NutzerInnen im ländlichen Raum, die derzeit keinen Zugang zu einfachem und günstigem Taxitransport haben, Das Hauptfeature der App ist die Sammelfahrt-Funktion, die ähnliche Fahrtanfragen bündelt, damit mehr Fahrgäste in das Taxi bringt und den Fahrpreis pro Person um bis zu 50% senkt. Die App stellt sich den Herausforderungen, die taxifahren am Land mit sich bringen: zum einen gibt es am Land keine Taxivermittlungen, was es umständlich macht, überhaupt ein Taxi zu bestellen. Zum zweiten machen die langen Strecken eine Fahrt sehr teuer. Auch der öffentliche Verkehr ist vor allem am Wochenende und nachts nicht in dem Umfang, wie in der Stadt verfügbar. weTaxi löst dieses Mobilitätsproblem: KundInnen übermitteln ihren Fahrtwunsch, ein Algorithmus vergleicht die Anfragen und ermittelt jene, die hinsichtlich Strecke und Abfahrtszeit übereinstimmen. Anschließend wird die Anfrage an lokale Taxiunternehmen weitergeleitet. weTaxi agiert als Vermittler zwischen EndkundInnen und TaxifahrerInnen. Darüber hinaus zeigt die App die Fahrtkosten pro Person an, was die Abrechnung für KundInnen und FahreInnen vereinfacht.

www.wetaxi.at

MIJU – Die Plattform für soziale Dienstleistungen

Ältere Menschen benötigen in vielen Dingen des täglichen Lebens fremde Hilfe. Durch die demographische Entwicklung vereinsamen viele PensionistInnen zunehmend. Die benötigte Hilfe kann aus Kostengründen nur teilweise bei Professionisten bezogen werden. Viele Dinge des Lebens können von Personen ohne besondere Ausbildung erbracht werden: Einkaufen gehen, zum Arzt begleiten...hier wird MIJU tätig. MIJU besteht aus einer Consumer-App und einer Assistant-App sowie einer kostenlosen Internetplattform auf CMS-Basis. Über MIJU können einerseits HelferInnen ihre Dienstleistungen für unterstützende Tätigkeiten des Alltags anbieten. Weiters können KundInnen, die ihren Alltag nicht selbstständig meistern können, rasch und günstig nach Hilfe suchen und diese erhalten. Für Personen, die kein Smartphone oder einen PC besitzen, bietet MIJU als Alternative zur App auch eine Telefonlösung an.

www.miju.community