Urbscout- und SEE-ITS-Präsentation auf der SEE-Abschlusskonferenz

AustriaTech und Kooperationspartner zeigen neue Wege beim SEE Annual Event!

01.10.2014

Als einer von mehreren österreichischen Partnern war die AustriaTech an Projekten wie SEE-ITS und Rail4SEE beteiligt. Rail4SEE („Rail Hub Cities for South East Europe“) war mit fünf Millionen Euro dotiert und zielte auf die Verbesserung von Bahndienstleistungen ab, insbesondere durch Integration in die Verkehrssysteme der beteiligten Städte. Der Ansatz von Rail4SEE geht davon aus, dass Transportinnovationen auf der Straße und in der Luft viel schneller stattfinden als im Bahnbereich, weil diese beiden Bereiche direkter auf Marktentwicklungen reagieren müssen.

Ziel von SEE-ITS war die Stimulierung von Kooperation, Harmonisierung und Interoperabilität zwischen isolierten Teilsystemen im Bereich der intelligenten Verkehrssysteme (IVS) in Südosteuropa. Im Rahmen des Projekts wurden die technischen Anforderungen für eine Implementierung der EU IVS-Richtlinie identifiziert und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet. Mit den Projektergebnissen aus SEE-ITS wird langfristig ein nachhaltiger strategischer Rahmen für die Umsetzung von IVS in Südosteuropa festgelegt.

In diesen Projekten wurde jeweils eine mobile Smartphone-Anwendung entwickelt, die beim SEE Annual Event in Ljubljana präsentiert wurden: Die App UrbScout (Rail4SEE) und eine App zur Bereitstellung von kooperativen Verkehrsinformationen (SEE-ITS).

Die Besonderheit der SEE-ITS-App ist das Open-Source-Framework, welches die Anwendung leicht für verschiedene Städte und Umgebungen adaptierbar macht. Das System besteht aus einem Server und der App selbst. Der Server importiert, verwaltet und verteilt Verkehrsinformationen, die durch die Anwendung auf Smartphones oder Tablets dargestellt werden. In Wien wurde das System mit Daten des ÖAMTC getestet. Zusätzlich wurde eine Version mit lokalen Verkehrsdaten aus Slowenien erstellt.

UrbScout ist eine internationale Plattform für alle Arten von Mobilitätsdiensten. Sie kann unter www.urbscout.mobi kostenlos heruntergeladen werden. NutzerInnen wählen auf iPhones, Android-Handys oder im Internet eine Stadt aus, und bekommen alle verfügbaren und getesteten Mobilitäts-Apps angezeigt. Dabei listet die Plattform nur Apps auf, die auch von den Bewohnern der jeweiligen Stadt verwendet werden. Das wird von Regionsmanagern genau kontrolliert. Daten sind in sieben Kategorien verfügbar:

Allgemeine Information
Bahn
Fahrrad
Öffentliche Verkehrsmittel
Routenplaner
Taxi

Das internationale Publikum zeigte großes Interesse an der App und prognostizierte ein beträchtliches Potential. Einige Städte wollen bereits an die Plattform andocken, was durch die modulare Programmierung ohne weiteres möglich ist. Neben Wien sind Bratislava, Budapest, Bukarest, Thessaloniki, Sofia, Triest und Venedig bereits online, Bologna, Ljubljana und Zagreb folgen demnächst.