SEE-ITS Das Projektende als Basis für neue Aktivitäten

29.10.2014

Die Aufgabenstellung des Projekts war eine Aufwertung und Verbesserung des interoperablen Einsatzes von IVS für Verkehrsbeobachtung und –steuerung auf lokalen/urbanen, regionalen und transnationalen Straßennetzwerken. Mit den Projektergebnissen aus SEE-ITS wird langfristig ein nachhaltiger strategischer Rahmen für die Umsetzung von IVS in Südosteuropa festgelegt. Im Rahmen des Projekts wurden darüber hinaus die technischen Anforderungen für eine Implementierung der EU IVS-Richtlinie (2010/40/EU) identifiziert und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet.

Die durch SEE-ITS abgedeckten Bereiche (im Einklang mit der EU IVS-Richtlinie) waren folgende:

Optimale Nutzung von Straßen-, Verkehrs- und Reisedaten
Kontinuität der IVS-Dienste in den Bereichen Verkehrs- und Frachtmanagement
IVS-Anwendungen für die Straßenverkehrssicherheit
Verbindung zwischen Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur

Die SEE-ITS-Demonstrationen

Die Entwicklung und Durchführung von sieben verschiedenen IVS-Demonstrationen verfolgte das Ziel der Evaluierung und Folgenabschätzung der Ergebnisse im Hinblick auf eine Übertragbarkeit auf alle SEE-ITS-Projektstaaten.

Die griechische Demonstration umfasste die Entwicklung von Advanced Traveller Information Services (ATIS) zur Bereitstellung von Echtzeitreiseinformationen in den Städten Thessaloniki und Patras. In Österreich wurde für den Raum Wien eine Reihe an Diensten aus dem Bereich der kooperativen Systeme entwickelt, um die LenkerInnen individuell mit aktuellen Echtzeitinformationen zu versorgen. In Rumänien wurde entlang eines spezifischen Korridors ein multimodaler Routenplaner entwickelt, der den innerstädtischen öffentlichen Verkehr, den Eisenbahnverkehr, Binnenwasserwege und das Routing für den Individualverkehr beinhaltet. Ein Routenplaner für RadfahrerInnen wurde von den ungarischen Projektpartnern für den Raum Budapest entwickelt. Die bulgarische Demonstration thematisierte die Sicherheit an Autobahnknotenpunkten und umfasste die Installation eines Testsystems. In der italienischen Region Emilia Romagna wurden existierende proprietäre IVS-Services verschiedener Diensteanbieter integriert, um einen effizienteren Informationsaustausch über Gefahrenguttransporte mit den regionalen Behörden zu ermöglichen.

SEE-ITS als Basis für weitere Aktivitäten

Zentrale Aspekte von SEE-ITS waren die langfristige Nutzbarkeit der Projektergebnisse und deren Rolle als Basis für die Etablierung weiterführender Aktivitäten und Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich IVS. Im Rahmen von drei thematischen Workshops wurden die verschiedenen Ansichten zur Umsetzung von IVS anhand der EU IVS-Richtlinie identifiziert und diskutiert. Die TeilnehmerInnen repräsentierten einen breiten Querschnitt der europäischen IVS-Stakeholder und lieferten wertvolle Inputs für die Aktivitäten von SEE-ITS.

Mit einem Stakeholder Panel wurde darüber hinaus externes Fachwissen in das Projekt eingebracht. Das Panel wird nach Projektende weiterhin aktiv sein und als Expertenforum für den Austausch von Best Practices und für generelles Networking zwischen den europäischen Schlüsselakteuren dienen.

Ein weiters elementares Werkzeug, das im Rahmen von SEE-ITS entwickelt wurde, ist die "SEE platform for ITS", die als politische Plattform für die Staaten Südosteuropas dient. Auch diese wird über das Projektende hinaus aktiv sein, um einen konstanten Informationsaustausch zu fördern.

SEE-ITS Projektdetails

Projekttitel: Intelligent Transport Systems in South East Europe
Projektakronym: SEE-ITS
Gefördert durch: South East Europe Transnational Cooperation Programme
Gesamtbudget: 1.581.669,90 €
Projektleitung: Center for Research and Technology Hellas (CERTH) – Hellenic Institute of Transport (HIT)
Laufzeit: 27 Monate
Projektstart: 1. Oktober 2012
Projektende: 31. Dezember 2014

Website: www.seeits.eu, www.seeits-platform.eu, www.erticonetwork.com