ITS Austria beleuchtet das Thema "Open Transport Data"

06.07.2015

Das Thema Daten ist sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene brandaktuell und von heterogenen Zugängen geprägt. In den vergangenen Jahren wurden auf europäischer, aber verstärkt auch auf nationaler Ebene starke Rufe nach einer Bereitstellung von digitalen Daten der öffentlichen Hand, möglichst kostenfrei und nahezu ohne Einschränkungen in der Verwendung als sogenannte „Open Government Data (OGD)“, laut. Diese Tendenzen werden einerseits von EU-Regulativen, nationaler Gesetzwerdung und diversen Studien als auch von stetig wachsenden BürgerInneninteressen (Transparenz, Geschäftsmöglichkeiten) getragen. Doch nach wie vor gilt es Rechte und Pflichten beim Umgang mit Daten einheitlich festzulegen sowie eine angemessene Qualität der Daten zu definieren und sicherzustellen. Die Europäische Kommission sieht sogenannte „Open Transport Data“ als wichtigen Baustein für intelligente Verkehrssysteme (IVS), um durch den Zugang zu Daten integriertes Ticketing verkehrsträger-übergreifend und europaweit zu erreichen.[1]

[1] ePSIplatform (2012), URL:  http://www.epsiplatform.eu/content/intelligent-traffic-systems-need-open-data, [Stand: 09.11.14]

ITS Austria erkennt Trend Dieser Trend und die damit einhergehenden Forderungen richten sich somit an die Organisationen im Verkehrsbereich, die in der ITS Austria als Interessenvertretung versammelt sind. In ihrer Rolle als Dachorganisation haben sich die ITS Austria und ihre Mitglieder, im Rahmen eines Workshops, einer Arbeitsgruppe und einer Diskussion, intensiv mit dem für den Verkehrsbereich besonders relevanten Thema Open Transport Data (OTD) beschäftigt. Die Ergebnisse dieser Betrachtungen sind nun in einem Paper der ITS Austria zum Thema OTD zusammengefasst und dargelegt.

Das OTD-Paper steht hier zum Download zur Verfügung. (pdf, 1.5MB)

Inhalt

Das OTD-Paper der ITS Austria liefert eingangs Definitionen, der für die Diskussion wichtigsten Begrifflichkeiten, um inhaltliche und sprachliche Inkonsistenzen, die in der aktuellen Open Data-Diskussion herrschen klarzustellen. Anschließend werden die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingen und deren Entwicklung auf europäische Ebene dargelegt, um mögliche Auswirkungen (Kosten, Risiken, Nutzen) für die nationalen Stakeholder, die im Besitz von verkehrsbezogenen Daten sind, bzw. von deren offenen Zugang profitieren würden – nach Akteursgruppen geclustert – darzustellen. Dies soll eine Basis für weiterführende Diskussionen bezüglich des Umgangs mit dem Thema „OTD“ liefern.