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Dritter Workshop der Arbeitsgruppe „Car Interaction Safety“

10.11.2015

In Graz wurde – nach der bereits erfolgten Veranstaltung vom 15. September 2015 in Linz – das Thema Wertschöpfung nun im Rahmen einer Business Lounge aufgeworfen, beginnend mit zwei Vorträgen:

Die Bedeutung des HMI im Auto der Zukunft | Univ. Prof. Dr. Manfred Tscheligi, Universität Salzburg, Center for Human-Computer Interaction & AIT, Business Unit Technology Experience, WienChancen und Herausforderungen der Vernetzten Welt: unterwegs sein im Ökosystem “Auto” | Dr. Barbara Flügge, SAP, St. Gallen

In der darauf stattfindenden Diskussion zeigte sich die Vielfalt der Themen, welche mit Human Machine Interfaces in Verbindung gebracht werden – Beispiel:

Handover – inwieweit nehmen Original Equipment Manufacturer (OEM) das Thema auf? Wie werde ich abgelenkt vs. wie werde ich aufgeweckt?

Dr. Tscheligi: Die Transitionsphase beträgt sechs Sekunden. Die letzten Jahre wurde zu wenig aus der human Sicht geforscht. Kommunikation zum Menschen ist unterpräsentiert. Thema Deskilling – die Fahrschulausbildung muss anders werden. Was kann das Mensch-Maschine-Interface tun, damit wir nicht Autofahren verlernen?

Dr. Flügge: Zu überlegen ist, wie das selbstfahrende Fahrzeug geschult wird; braucht es einen Führerschein – die Frage ist nicht abwegig, gehen wir davon aus, dass das Fahrzeug aufgrund des Fahrerverhaltens und Mitfahrer-Verhaltens lernt! In Bezug auf Car Sharing wird dies eine noch viel größere Bedeutung haben. Zukünftig kann man sich vorstellen, dass die Reaktionsfähigkeit von Menschen getestet wird durch neue Angebote von Freizeitparks, wo es wieder „echtes Autofahren zum Anfassen“ gibt – ein neues, derzeit noch vielleicht absurd erscheinendes Geschäftsmodell.