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ECo-AT unternimmt nächste Schritte Richtung C-ITS Deployment

21.04.2017

In den letzten Jahren wurden enorme Ressourcen in das C-ITS Deployment gesteckt – österreichische C-ITS Stakeholder waren immer federführend in Europa mit dabei. ECo-AT (der österreichische Teil des Korridor-Projekts von Rotterdam bis Wien) hat in den letzten drei Jahren erfolgreich seine „Day-1“ C-ITS-Spezifikationen und sein Living Lab Konzept entwickelt.

Am Ende der Spezifikationsphase kann positiv Bilanz gezogen werden:

  • Sechs öffentliche Test-Zyklen wurden durchgeführt – drei davon waren mehrtätige physische Test-Tage in Wien mit mehreren Autoherstellern und Tier-1 Zulieferfirmen.
  • Spezifikationen von „Day-1“ C-ITS Use Cases wurden öffentlich zur Verfügung gestellt, sie wurden in nationale Deployment-Initiativen aufgenommen und fanden international positive Resonanz.

Durch diesen offenen und transparenten Innovationsprozess konnte ECo-AT signifikante Inhalte für C-ITS Standardisierungsgremien liefern (einschließlich eines gemeinsamen ETSI Cooperative Mobility Services Plugtest).

ECo-AT konnte natürlich nicht alle offen Entwicklungsfragen beantworten. Jedoch waren die Arbeit in ECo-AT und alle daraus gewonnen Ergebnisse Treibstoff für die Europäische C-ITS Initiative C-ROADS oder die C-ITS Deployment Plattform der Europäischen Kommission. Das ECo-AT Konsortium machte mit seiner Methodik große Fortschritte im Hinblick auf die C-ITS Entwicklungsherausforderungen. Speziell das Living Lab und die Test-Zyklen in kontrollierbaren Testumgebungen (Parkplatz) und im Echtverkehr waren sehr effektiv. Vertrauensbildende Maßnahmen und gewissenhaft Vorbereitungen in den letzten beiden Jahren waren die Voraussetzungen für die Teilnahme internationaler C-ITS Industrie-Schlüsselpartner an den Testzyklen.

Beim sechsten und somit finalen ECo-AT Testzyklus von 21.-23. März 2017 mit mehr als 30 TeilnehmerInnen konnten alle zehn C-ITS Use Cases basierend auf den ECo-AT Spezifikationen getestet werden - und dies zum ersten Mal inklusive einer vollständigen Implementierung von Security Aufgabenstellungen.

Bei den Tests wurden beide derzeit erhältlichen (Pilot) PKI-Lösungen (Public Key Infrastructure) eingesetzt (BSI / Escrypt und C2C-CC / Fraunhofer). So konnte sogar Multi-PKI-Interoperabilität gezeigt werden. Weiters konnte die gesamte Kommunikationskette von der Verkehrsleitzentrale zur Nutzerin / zum Nutzer im Fahrzeug auf Basis der ECo-AT Spezifikationen erfolgreich getestet und demonstriert werden.

ECo-AT hat seine Test- und Spezifikationsphase im März 2017 abgeschlossen. Die finalen ECo-AT Spezifikationen (Release 4.0) werden Ende April auf der ECo-AT Website zum Download zur Verfügung stehen. Die Voraussetzungen, um diese Testumgebung weiter bestehen lassen und zugänglich machen zu können, um eine Weiterführung der Tests auch für externe Partner C-ITS Produkte in Wien zu wermöglichen, werden derzeit definiert.

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ECo-AT Newsletter No. 5