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Kickoff des EU-Projekts LinkingDanube

28.03.2017

Multimodale Reiseinformationsdienste, wie beispielsweise Routenplaner, informieren Reisende Verkehrsträger-übergreifend über alle Details ihrer Reise sowie über die optimale Verkehrsmittelwahl. Daher leisten diese einen Beitrag, um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu intensivieren. Während es für lokale und regionale Gebiete bereits hoch-qualitative Auskunftssysteme gibt, hinkt die grenzüberschreitende Information hinterher. Dies ist darauf zurück zu führen, dass Reiseinformationssysteme bei der Auskunft auf die lokalen, regionalen oder nationalen Verkehrsmittel beschränkt sind und nur wenig grenzüberschreitende Daten integrieren. Das Projekt LinkingDanube greift dieses Problem auf, indem es die weitgehend isolierten Systeme über die Grenzen hinweg miteinander verknüpft.
LinkingDanube steht für „Linking transnational, multimodal traveller information and journey planners for environmentally-friendly mobility in the Danube Region“. Das Projekt wird durch das INTERREG Danube Transnational Programme der EU gefördert.

Während in vergangenen Forschungsinitiativen der Datenaustausch im Mittelpunkt des Lösungsansatzes stand, baut LinkingDanube auf dem Konzept von „linking services“ auf. Durch eine gemeinsame, offene Programmierschnittstelle (OpenAPI) können die Dienste miteinander kommunizieren und Routingergebnisse miteinander austauschen, ohne Daten vice-versa zu integrieren. Somit können diese dem Reisenden - und vor allem PendlerInnen in den Grenzregionen bei der grenzüberschreitenden Reise Information für die Reise von A nach B bieten, abseits der Nutzung des eignen Pkws. Besonderes Augenmerk wird in LinkingDanube auf die Bedarfsverkehre gelegt, die derzeit kaum oder unzureichend in Auskunftssysteme integriert sind. Damit sollen besonders für BewohnerInnen des ländlichen Raumes bessere Informationen bereitgestellt werden. Gerade im Donauraum ist dies relevant, da dieser weitgehend von mono-zentrischen, urbanen Gebieten geprägt ist.

Das Projekt hat öffentliche Institutionen und TransportanbieterInnen aus sechs unterschiedlichen Donauraumländern zusammengebracht, um einen solche Verknüpfung von Diensten zu ermöglichen. Das Projekt wurde am 1. Jänner 2017 in Wien gestartet und hat eine Laufzeit von 2,5 Jahren. AustriaTech koordiniert als Leadpartner das Projekt das ein Gesamtbudget von knapp 3 Millionen Euro hat. Die Verkehrsauskunft Österreich nimmt als externer Experte an diesem Projekt teil, da es sich um den logischen nächsten Schritt in Richtung Internationalisierung handelt.

Am Projektfortschritt Interessierte sind eingeladen, den LinkingDanube Newsletter auf der Website zu abonnieren.
Weitere Informationen auf der Webseite

The project is funded by the European Regional Development Fund (ERDF), Instrument for Pre-Accession Assistance II (IPA II) and European Neighbourhood Instrument (ENI).