Mobilität im Bann der Digitalisierung

07.11.2016

Am 22.11.2016 findet die diesjährige ITS Austria Konferenz statt. Digitalisierung steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dr. Josef Fiala, Chair der ITS Austria und DI Martni Russ, Generalsekretär der ITS Austria verraten, was uns bei diesem Event erwartet.

Warum wurde das Motto „Digitale Infrastruktur für die Mobilität von Morgen“ für die diesjährige Konferenz gewählt?

Martin Russ:
Die Digitalisierung ist momentan ein Transformationsprozess in unserer Gesellschaft, der sehr umfassend auf die künftige Mobilität einwirkt. Er betrifft alle Teilbereiche im Verkehrssystem: die Infrastruktur, die Technologien wie dem automatisierten Fahren und die neuen gesellschaftlichen Entwicklungen wie bei Sharing und Co. Um für diese Veränderung gewappnet zu sein, muss ein gemeinsames und abgestimmtes Agieren aller Beteiligten, also aus Politik, Wirtschaft und Forschung, sichergestellt werden.

Josef Fiala:
Im Zuge der Konferenz soll aber nicht einmal mehr dieser gesamtheitliche Aspekt der Veränderung diskutiert werden, sondern wir werden ganz spezifisch die künftig möglichen bzw. erforderlichen digitalen Infrastrukturen adressieren. Wir werden Chancen und Risiken in Richtung Zuverlässigkeit, Verantwortlichkeiten und auch zum Datenschutz diskutieren. Und auch wie wir unsere Digitalen auf unsere gebauten Infrastrukturen abstimmen und genauso robust gestalten können.
Österreich ist hier sehr aktiv, dennoch gilt es die internationalen Entwicklungen nicht außer Acht zu lassen. Und das ist eines der Hauptziele der ITS Austria, die nationale ITS Community, ihre Ziele und Aktivitäten gemeinsam auf internationalem Parkett gut zu positionieren. Mit unserer Konferenz soll dafür eine Möglichkeit zur Vernetzung und zum Informationsaustausch geschaffen werden.

Was dürfen die TeilnehmerInnen erwarten?

Martin Russ:
Wie erwähnt wollen wir den Bogen spannen von den aktuellen Aktivitäten und Herausforderungen im IVS-Bereich hin zu den Bedürfnissen. Wir wollen damit die Zukunft eines sicheren, effizienten und nachhaltigen Verkehrssystems in Österreich sicherzustellen – d.h. mit welchen Zielen und Aufgaben werden wir konfrontiert und mit welchen Gestaltungselemente können wir Mobilität im Jahr 2030 nachhaltig ermöglichen. Es ist uns dabei wichtig, allen wesentlichen Akteuren die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen vorzubringen. Deshalb sind wir stets bemüht, bei unseren Veranstaltungen einen guten Mix von ExpertInnen aus der Industrie, dem politischen Umfeld und der Forschungscommunity vertreten zu haben. Und natürlich werden immer alle Verkehrsmodi dabei angesprochen.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Josef Fiala:
Ich freue mich darauf, im Rahmen der Podiumsdiskussionen zu erfahren, welche Herausforderungen als die vorrangigsten gesehen werden und ob wir gemeinsam Lösungen entwickeln können. Bereits bei der letzten ITS Austria Konferenz wurde das Fehlen einer nationalen FTI-Roadmap identifiziert. Daraufhin hat die ITS Austria im Laufe des vergangenen Jahres an genau so einer Roadmap gearbeitet, um Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Diese gemeinsamen Aktivitäten können dann die Basis für weiterführende Programme und Förderungen sein. So können wir die Mobilität von Morgen gemeinsam gestalten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Zum Programm der ITS Austria Konferenz 2016

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