SchülerInnen-Workshops in der AHS-Rahlgasse zum Thema Mobilität

01.07.2016

Workshop 1

Mitte April organisierte AustriaTech den ersten von drei SchülerInnenworkshops für zwei sechste Klassen der AHS Rahlgasse. Die ExpertInnen von AustriaTech gaben einen kurzen Überblick was Autos heute schon können, was sie in Zukunft können werden und wie der Verkehr in zehn bis fünfzehn Jahren ablaufen könnte. Einen Schwerpunkt legten sie auf kooperative Systeme und autonom fahrende Fahrzeuge. Danach forderten sie die SchülerInnen auf eine Vision des Verkehrssystems 2030 zu entwickeln. Die Visionen, die in Gruppen entwickelt wurden, drehten sich um Themen wie Erhöhung der Effizienz, der Sicherheit und Umweltfreundlichkeit bzw. CO2-Reduktion von Verkehrssystemen. Großes Thema war in fast allen Gruppen die Elektromobilität, nicht nur bei Autos sondern auch E-Bikes und E-Rollern. Um das Radfahren zu forcieren bedarf es mehr und breiterer Fahrradwege, Taxiflotten sollten elektrisch und autonom fahren. Es wurden aber auch verkehrspolitische Vorschläge gemacht, wie beispielsweise die Einführung einer Citymaut, wobei das daraus lukrierte Budget in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs fließen soll und so Autos weitgehend ersetzt werden können. Neue Technologien in Fahrzeugen und der Infrastruktur erhöhen die Sicherheit, weniger Leerfahrten reduzieren insgesamt das Verkehrsaufkommen. Ausgesprochen visionär waren folgende Vorschläge: ein völlig neues Transportsystem, das solarbetrieben und schienengebunden autonom fährt und dadurch weniger Platz benötigt. Ebenso der Vorschlag die obere Ebene einer Stadt für die aktive Mobilität (zu Fuß gehen und Radfahren) sowie den Öffentlichen Verkehr zu reservieren. In einer zweiten unterirdischen Ebene fahren die PKWs und in einer dritten, ebenfalls unterirdischen Ebene, findet der Gütertransport statt. Eine öffentliche (Magnet-)Schwebebahn wurde auch von zwei Gruppen als Lösung für ein Verkehrssystem der Zukunft vorgeschlagen.

Workshop2

Im Rahmen des zweiten Workshops testeten die SchülerInnen, im Rahmen einer Rätselrally quer durch Wien, die neue „Wien mobil lab“-App. Die App wurde von upstream-next level mobility GmbH, einer Tochterfirma der Wiener Stadtwerke, entwickelt und bietet Informationen über den gesamten öffentlichen Verkehr, Taxis, Citybikes und Carsharing an. Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation gaben die SchülerInnen Feedback über die Funktionalitäten der App und lobten vor allem das selbsterklärende Layout, die Kartendarstellung und die Angabe des CO2 Ausstoßes. Im Anschluss wurde nochmals über ihre Vorstellungen von Mobilität im Jahr 2030 diskutiert.

Workshop 3

Den Abschluss bildete der Workshop am FH Technikum Wien, wo es zu Beginn einen Überblick über die angebotenen Studiengänge und die grundlegenden Unterschiede zwischen einem Studium an einer Universität im Vergleich zu einer Fachhochschule gab. Nach einem kurzen Rundgang wurden seitens des Technikums die fünf interaktiven Stationen, die für die SchülerInnen vorbereitet waren, vorgestellt. Im Mittelpunkt standen jeweils die Erwartungen an eine Smart City und die Bereiche Mobilität, Big Data & Internet of Things, Verkehrssimulation, Wearables und Health & Sports. Gefragt wurde beispielsweise welche Verkehrsinformationen StadtbewohnerInnen in Zukunft brauchen werden, wo und welche Daten in einer Smart City generiert werden und wie man diese sinnvoll zur Verbesserung der Lebensqualität nutzen kann. Weiters welche Ideen es zur Verbesserung der Verkehrssimulation gibt, welche Anwendungsmöglichkeiten Wearables in der Zukunft haben könnten, wo IT im Bereich Gesundheit, Sport und Wellness verwendet werden kann und welche Ideen für Apps es in diesen Bereichen gibt. Nachdem alle, alle fünf Stationen durchlaufen sind, wurde in Kleingruppen erarbeitet was eine Smart City sein wird. Die präsentierten Ergebnisse zeigten, dass die im ersten Workshop erarbeiteten Visionen viele Facetten einer Smart City abbildeten. Eine intelligente Vernetzung moderner Technologien zur Effizienzsteigerung, sowohl im Hinblick auf Ressourcenverbrauch, Mobilität, aber auch Smart Home stellt dabei eine Voraussetzung für eine Smart City dar. Die Workshops spannten den Bogen vom Überblick über das komplexe Thema Mobilität bis hin zur Gestaltung einer Stadt der Zukunft.