Integrierte Mobilitätsdienste für Österreich und Europa

27.04.2016

Gemeinsam mit dem VTT (Technical Research Centre of Finland Ltd.) und der Universität Chalmers (Schweden) erarbeitet AustriaTech im Projekt MaaSiFiE (Mobility as a Service For linking Europe) eine Roadmap zur Umsetzung von kombinierten Mobilitätsdiensten. Grundvorrausetzungen von anwenderorientierten, effizienten sowie integrierten Mobilitätsdiensten werden analysiert sowie Rahmenbedingungen für ein integriertes Mobilitätskonzept festgelegt. Dabei kommt das neue Planungsparadigma „Mobilität als Service“ (engl. „Mobility as a Service“ oder kurz MaaS) zur Geltung.

MaaS zielt mitunter darauf ab multimodale Reiseinformation als auch Buchungs- und Ticket-Bezahlvorgänge vereinfacht über eine gemeinsame Schnittstelle Reisenden anzubieten. Neben der dafür notwendigen Integration unterschiedlicher Hauptverkehrsträger (wie Straßenbetreiber, Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel, Eisenbahnunternehmen oder Taxidienste) sollen innovative Sharing-Konzepte (z.B. CarSharing, BikeSharing oder RideSharing) in MaaS ebenso integriert werden. Durch die kombinierte Mobilitätsbereitstellung werden so Informationswege- sowie Bezahlvorgänge für die Reisenden wesentlich transparenter und vereinfacht dargestellt. Dadurch sollen vor allem direkte Anreize geschaffen werden um eher auf alternative Verkehrsmittel zurückzugreifen als den eigenen PKW zu nutzen, so entsprechend auch die Erwartung europäischer VerkehrsexpertInnen.Vor allem die Reduktion privater PKW-Fahrten und gleichzeitig damit verbunden eine vermehrte Nutzung öffentlicher oder zumindest emissionsreduzierter Verkehrsmittel werden durch MaaS prognostiziert. Längerfristig gesehen würden dabei MaaS-Konzepte wesentlich dazu beitragen den PKW-Anteil bezogen auf die Einwohnerzahl maßgebend zu reduzieren.

Derzeit werden die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen zur Umsetzung von MaaS in Form von Stakeholder-Workshops, einem online Fragebogen, sowie durch ExpertInneninterviews im Rahmen von MaaSiFiE identifiziert und abgeklärt. Darüber hinaus gilt es ebenso abzuklären welche Organisationsformen bzw. Betreibermodelle speziell zur Umsetzung von MaaS-Diensten am geeignetsten scheinen. Durch die Integration der „neuen Ebene“ von digitalen Diensten (und die damit verbundene Aufbereitung und Weitergabe von verkehrsrelevanten Daten) in der Mobilitätswertschöpfungskette werden weitere Akteure, wie politische EntscheidungsträgerInnen oder eben auch IKT-BetreiberInnen und entsprechende EntwicklerInnen ebenso zur Gestaltung zukünftiger MaaS-Konzepte beitragen.

Das Projekt MaaSiFiE (Mobility as a Service For linking Europe), gefördert von CEDR-Mittlen (Conference of European Directors of Roads), hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Weitere Informationen dazu bei AustriaTech, david.koenig(at)austriatech.at