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Vernetzungsformat für DissertantInnen

17.03.2016

Das bmvit förderte im Jahr 2013 dreizehn DissertantInnen (6 weiblich, 7 männlich) im Thema Mobilität der Zukunft mit 1,6 Millionen EURO. Die DissertantInnen sind mindestens zur Hälfte einer Vollzeitbeschäftigung in Unternehmen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen angestellt. Neben dem Heranführen von ForscherInnen an mobilitätsrelevante, österreichische Unternehmen in Forschung und Entwicklung bzw. außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, sollen den DissertantInnen auch Einstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben der angewandten Forschung geboten werden. Mittlerweile wurden in anderen Förderformaten 5 weitere Dissertationen im Bereich Mobilität zu den gleichen Konditionen gefördert. (https://www.ffg.at/dissertationen/ausschreibung2015)

Das bmvit hat diese Förderung auch mit einem Vernetzungsformat verknüpft, dass den Studierenden die Gelegenheit zum fachlich-inhaltlichen wie auch zum persönlichen Austausch bieten soll. Die mehrmals jährlich stattfindenden Workshops werden begleitet von Exkursionen zu relevanten Unternehmen und Einrichtungen der angewandten Forschung.

Im Rahmen des ersten Workshops im heurigen Jahr fand Mitte Februar ein Austausch der DissertantInnen aus Mobilität der Zukunft mit den Studierenden des Doktoratskollegs URBEM „Urbanes Energie- und Mobilitätssystem“ (http://urbem.tuwien.ac.at/home/), das die Wiener Stadtwerke Holding AG und die Technische Universität Wien gemeinsam eingerichtet haben und den Studierenden des TU-Doktoratskollegs EWARD-Energiebewusste Stadt und Regionalentwicklung (http://raum.tuwien.ac.at/eward) statt.

Neben Kurzpräsentationen der Dissertationen wurden Fragen nach den jeweiligen Erfahrungen und Herausforderungen und den bisherigen Erfolgen diskutiert. Im Anschluss an den Workshop besuchten die DissertantInnen die Firma Bombardier, die eine umfassende Präsentation ihrer Geschäftsfelder bot und die neuesten Forschungsprojekte im Bereich der Driver Assistence Systems vorstellte. Danach wurde ein Rundgang durch die Produktion der Schienenfahrzeuge absolviert. Weiters ging es zum  Mobility Department des Austrian Institutes of Technology wo zwei aktuelle Projekte – „AIT Smart Survey-Easy and accurate mobility surveys with Smartphones“  und „Cycle Trip Map-Learning from Experts:InferringRoad Popularity from GPS Trajectories“ präsentiert wurden und die DissertantInnen auch die interaktiven Exponate „Wo radelt Wien?“ und „Shake Your Way“ ausprobieren konnten.

Den Abschluss bildete die ITS Vienna Region beim Verkehrsverbund Ostregion, wo die DissertantInnen umfassende Informationen über die GIP-Graphen integrationsplattform und die Verkehrsauskunft Österreich erhielten. Ziel des Projekts ist es, die Verkehrsdaten nach einheitlichen Regeln digital verwalten zu können. Dafür ist es erforderlich, dass die verschiedenen Bezugssysteme, mit deren Hilfe Daten abgelegt werden (=Graphen), voneinander wissen. Dieses neue System ist die Graphenintegrations-Plattform GIP. Sie wird den Städten, Gemeinden und weiteren Gebietskörperschaften kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel der „Verkehrsauskunft Österreich“ ist die Definition und Umsetzung einer österreichweiten intermodalen Verkehrsauskunft (mobiler individueller Verkehr, öffentlicher Verkehr, Rad- und Fußverkehr) durch die österreichischen Verkehrsinfrastrukturbetreiber (ASFINAG, Bundesländer), Verkehrsmittelbetreiber, Verkehrsredaktionsbetreiber (ÖAMTC, ORF-Verkehrsredaktion) und ITS Vienna Region (die Verkehrstelematikplattform der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland).

Es sind noch zwei weitere Vernetzungsworkshops für das Jahr 2016 geplant, organisiert und durchgeführt werden diese im Auftrag des bmvit von AustriaTech – Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen.