Urbane Mobilitätslabore – Get involved

Die Initiative des bmvit „Urbane Mobilitätslabore“ (UML) unterstützt im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ die Schaffung neuartiger, experimenteller Umgebungen, in denen innovative Mobilitäts- und Verkehrslösungen von Wissenschaft und Unternehmen gemeinsam mit den BürgerInnen, der Politik&Verwaltung und mit anderen Akteursgruppen erforscht, getestet und umgesetzt werden können. Der dabei entstehende strukturelle Rahmen soll dabei Forschung, Technologie und Innovation (FTI) hinsichtlich Effizienz ebenso wie hinsichtlich Effektivität (Umsetzung und Wirksamkeit) deutlich erhöhen.

In einer 2014 gestarteten Sondierungsphase wurde ein umfassendes Wissenspool zur Machbarkeit von Urbanen Mobilitätslaboren generiert. Im Rahmen der 7. Ausschreibung von Mobilität der Zukunft werden im Mai 2016 Umsetzungsprojekte ausgeschrieben, mit denen der Aufbau und der längerfristige Betrieb mehrerer UML als „Trägerstrukturen“ für mobilitäts- und verkehrsbezogene FTI unterstützt wird.

Öffnung der Ausschreibung: Urbane Mobilitätslabore

Der nächste Schritt für die Implementierung Urbaner Mobilitätslabore ist geschafft. Die Ausschreibung des bmvit und der FFG ist mit heutigem Tage, dem 25 Mai 2016, für interessierte Projektwerber geöffnet. Jetzt sind Sie gefragt! Ergreifen Sie die Möglichkeit und beteiligen Sie sich an der Entwicklung und Implementierung von Urbanen Mobilitätslaboren.

Die UML Umsetzungsprojekte werden in der Einreichphase und während der Projektlaufzeit durch die AustriaTech begleitet. Dies umfasst die inhaltliche Einreichberatung, die Unterstützung bei der Einbindung relevanter Stakeholder und das Einbringen von Best Practice-Beispielen und europäischen Perspektiven. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit AustriaTech zwecks inhaltlicher Projektvorbereitung wird empfohlen (Ansprechpartner: Volker Alberts, volker.alberts(at)austriatech.at).

Informationen zu den Förderbedingungen, erforderlichen Dokumenten und den Einreichmodalitäten finden Sie auf dem Portal der FFG. Fragen zu Förderaspekten sind mit der FFG abzustimmen (Ansprechpartner: Nicole Prikoszovits, nicole.prikoszovits(at)ffg.at).

Als weiteres hilfreiches Dokument steht Ihnen in kürze die „Begleitstudie – Urbane Mobilitätslabore“, welche von der TU Wien (Department für Raumplanung: Verkehrssystemplanung) und der evolaris next level GmbH im Auftrag des bmvit erstellt wurde, zur Verfügung. Sie finden hierin wichtige Empfehlungen und Checklisten für ein erfolgsversprechendes Design eines Urbanen Mobilitätslabores.

Die Begleitstudie können Sie hier downloaden.


Auftaktveranstaltung: Urbane Mobilitätslabore – Von der Sondierung in die Umsetzung

Im Vorfeld der Ausschreibung lud die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) am 28. April 2016 zur Auftaktveranstaltung Urbane Mobilitätslabore – Von der Sondierung in die Umsetzung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Dissemination der Erkenntnisse aus der Sondierungsphase und aus den 8 Sondierungsprojekten als „Point of Departure“ für potenzielle Umsetzungsprojekte sowie ein Ausblick auf die Umsetzungsausschreibung.

Die Veranstaltung bot dabei allen BesucherInnen, sowohl jenen, die bereits in Sondierungsprojekten involviert waren als auch jenen, die erwartungsvoll an die Thematik neu herangekommen sind vielfältige Einblicke in die Initiative. Viele Fragen konnten geklärt werden, viele aber auch aufgeworfen und diskutiert werden.

Aus dem Inhalt der Agenda zur Auftaktveranstaltung:

    • Keynote zum Thema: Erfolgsfaktoren von Innovationssystemen, Carolin Baedeker, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
    • Innovation bewegt – Der Weg zu den Urbanen Mobilitätslaboren
    • Erfahrungen aus der UML Sondierungsphase im Überblick
    • „Aus dem Nähkästchen geplaudert“ - Blitzlichter aus den Sondierungsprojekten
    • Ausblick Ausschreibung UML Umsetzungsprojekte
    • Inhaltliche und fördertechnische Rahmenbedingungen, Q&A
    • Dissemination & Begleitung der UML Initiative

    Downloads zur Auftaktveranstaltung:

    Vollständige Agenda
    Präsentationsunterlagen

    Urbane Mobilitätslabore – Worum geht es?

    Aufgrund der hohen Entwicklungsdynamik in Stadt-Umlandgebieten sind mobilitäts- und verkehrsrelevante Problemstellungen eine wachsende Herausforderung auf allen Ebenen. Gleichzeitig versprechen urbane und sub-urbane Umgebungen neue Chancen als „Kristallisationskerne für Innovationen“.
    Urbane Mobilitätslabore stellen Forschungsstrukturen für die Entwicklung, den Test und die Demonstration bzw. Wirkungsprüfung von innovativen Lösungen in städtischen und verkehrsrelevanten Bereichen dar. Als urbane Räume sind dabei städtische Strukturen in unterschiedlicher Skalierung – also nicht nur Großstädte – zu verstehen. Die Urbanen Mobilitätslabore umfassen dabei einen räumlich und inhaltlich definierten Rahmen von Problemstellungen, Zielsetzungen, Initiativen, Akteursgruppen etc., in dem zielgerichtete, abgestimmte FTI- und flankierende Maßnahmen integrativ vorangetrieben werden sollen.

    Die Urbanen Mobilitätslabore sind vielfältig: Zum einen sind sie „klassische Laborumgebungen“ z.B. mit technischer Ausrichtung, wobei jedoch „Labore in lebender Umgebung“ zunehmend an Bedeutung gewinnen. Urbane Mobilitätslabore zeichnen sich durch einen hohen Komplexitätsgrad aus und agieren und leben nach dem Open-Innovation-Prinzip. Dabei soll ein möglichst hoher Grad an Offenheit gewährleistet werden, der sich rund um Open Data, Open Service und Open Access dreht. Die NutzerInnen sind dabei ebenso wie alle anderen relevanten Akteursgruppen wesentlichste Bestandteil des gesamten Innovationsprozesses.

    Im Rahmen der Zielsetzungen des Programms „Mobilität der Zukunft“ werden hinsichtlich UML thematisch alle Programmthemenfelder (z.B. auch übergreifend und integriert) angesprochen.
    Für grundsätzliche Fragen zur UML Initiative steht Ihnen Walter Wasner (walter.wasner(at)bmvit.gv.at) zur Verfügung.


    Über das Förderprogramm Mobilität der Zukunft

    Gefördert wird die Initiative UML durch das Programm Mobilität der Zukunft. Wachsende Mobilitätsbedürfnisse bei gleichzeitiger Ressourcenverknappung und begrenzten Kapazitäten erfordern neue Lösungsansätze in der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik. Das bmvit setzt seine Förderungsaktivitäten für mobilitätsrelevante Forschung in den nächsten Jahren im Rahmen des Programms Mobilität der Zukunft fort und richtet diese neu aus. Im Fokus des Programms steht die Gewährleistung von Mobilitätsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Minimierung der negativen Auswirkungen des Verkehrs. Mobilität der Zukunft initiiert dazu ganzheitliche Lösungsansätze für ein modernes, zukunftsorientiertes Verkehrssystem und trägt dabei zu einem Interessensausgleich zwischen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft bei.
    Wesentliches Ziel dabei ist es, Forschungsprojekte zu unterstützen, die mittel- bis langfristig wesentliche Lösungsbeiträge für mobilitätsrelevante gesellschaftliche Herausforderungen erwarten lassen und durch Innovationen bestehende Märkte befruchten und neue Märkte generieren.

    Die vier komplementären Themenfelder des Programms Mobilität der Zukunft, zu denen die Urbanen Mobilitätslabore einen wesentlichen Wirkungsbeitrag leisten sollen, sind

    • Personenmobilität innovativ gestalten
    • Gütermobilität neu organisieren
    • Verkehrsinfrastruktur gemeinsam entwickeln
    • Fahrzeugtechnologie alternativ entwickeln

    Bei den Themenfeldern „Personenmobilität“ und „Gütermobilität“ stehen die „In-Wert-Setzung“ von Technologien und Innovationen im organisatorischen und sozialen Kontext des Mobilitätssystems im Vordergrund. Die Themenfelder „Verkehrsinfrastruktur“ und „Fahrzeugtechnologien“ sind auf spezifische Technologien und Akteure ausgerichtet.

    Ergänzende Informationen rund um das Programm Mobilität der Zukunft finden Sie hier:

     

    Erfahren Sie mehr über die Aktivitäten rund um die Urbanen Mobilitätslabore